Das Demenz-Servicezentrum Region Münsterland

Das Demenz-Servicezentrum Region Münsterland ist seit 2004 am Start und arbeitet in Trägerschaft der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Warendorf e.V.

Wir sind zuständig für die Kreise Warendorf und Soest sowie die Stadt Hamm.

Einen allgemeinen Informationsflyer zu Aufgaben, Schwerpunkten, Projekten und Mitarbeiter_innen des DSZ Münsterland finden Sie hier.

Graphic Recording : Demenz 2030

Videos der Regionalveranstaltung!

In diesem Zusammenhang auch der Link zur KDA YouTube Seite, auf der die Filme der Regionalveranstaltungen in Playlists zusammengefasst sind.

https://www.youtube.com/channel/UC755r7JkRWO-02pu5PQ0Ljg

Verlängerung von Übergangszeiträumen durch Änderung der Anerkennungs- und Förderungsverordnung (AnFöVO) zum 01.01.2018

Die in der AnFöVO genannten Übergangszeiträume und Fristen wurden zum 1.1.2018 angepasst. Dies betrifft

  • die Abgabe des Tätigkeitsberichts 2017 (entfällt)
  • der Nachweise einer zielgruppengerechten Qualifizierung für Einzelkräfte (neue Frist: 31. März 2019)
  • Frist zu Schließung einer Kooperationsvereinbarung mit einer Fachkraft oder zur Einstellung einer Fachkraft (neue Frist: 31. März 2019)

Alle Änderungen sind hier auf den Seiten des MAGS aufgeführt:

  https://www.mags.nrw/informationen-fuer-anbieter

Fachtag auf dem Lande vom 04 Septemper 2017

Stefanie Oberfeld, DSZ-Münster, Sonja Steinbock DSZ-Münsterland, Dr. Peter Lüttmann Bürgermeister Rheine, Minister Karl-Josef Laumann, Annette Wernke DSZ Münsterland, Ulrike Kruse, DSZ-Münster, Maria Riemann, Dirk Eickmeyer, Reinhard Fukerider DSZ OW

Minister Laumann hat sich auf der von den Demenz-Servicezentren im Münsterland und Ostwestfalen-Lippe organisierten Tagung “Demenz im Dorf” dafür ausgesprochen, das Thema “Demenz” stärker in den Fokus zu nehmen: “Demenz muss als gesellschaftlicher Normalfall begriffen werden”, so Laumann.“Während in den Städten meist Beratungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz vorhanden sind, stellt sich die Situation auf dem Land anders dar”, sagte Laumann. Andererseits biete der ländliche Raum auch Chancen und Potentiale: “Die Überschaubarkeit, der Zusammenhalt, die dichten sozialen Kontakte und regionale Traditionen bieten für Menschen mit Demenz auch Geborgenheit und Sicherheit. Es gibt viele gute Ideen und viel Engagement für den ländlichen Raum.”Die von den Demenz-Servicezentren im Münsterland und Ostwestfalen-Lippe organisierte Tagung „Demenz im Dorf“ gab wichtige Anstöße zur Strukturentwicklung für Menschen mit Demenz im ländlichen Raum, sagte Minister Karl Josef Laumann. Vorgestellt werden Projekte und Initiativen aus ganz Deutschland, die mit unterschiedlichsten Ansätzen die Versorgung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen verbessern.

4. Fachtagung Demenzberatung vom 14.Juni 2018

Fachkräfte aus der Pflegeberatung kamen im St. Rochus-Hospital in Telgte zusammen, um sich mit dem Thema „Demenzberatung 2030“ zu befassen. Liane Schirra-Weirich, Professorin an der Katholischen Hochschule NRW, stellte in ihrem Vortrag die zu erwartenden demografischen Entwicklungen dar, die die Basis für die Weiterentwicklung der Beratung bilden. Die Gesellschaft werde älter und bunter, die Bevölkerung nehme ab und die Zahl der Menschen mit Demenz zu. Individuen, Gesellschaft, Politik und „Staat“ müssen sich auf diese Veränderung einstellen. Es werden einerseits mehr Menschen versorgungsbedürftig werden, andererseits wird die Zahl der Menschen, die diese Versorgung familiär oder beruflich übernehmen können, zurückgehen. Die alt werdenden Menschen müssten sich aktiv auf das Alter vorbereiten indem sie sich z.B. der Frage stellen, wie 25 Jahre nach dem Berufsaustritt gestaltet werden könnten, eine Offenheit gegenüber der Annahme professioneller Hilfen entwickeln, da familiäre Hilfe nicht mehr selbstverständlich seien und die Wohnung durch Umzug oder Umbau dem Alter anpassen. Die Gesellschaft muss Verantwortung übernehmen, indem z.B. in neuen Arrangements der Versorgung Nachbarschaften eine Rolle spielen und sie sich umfassend zum Thema „Demenz“ informiert. Der „Staat“ müsse für eine demografiegerechte Infrastruktur sorgen und Innovationen fördern.

Im Hinblick auf Pflegesituationen müsse sowohl bei den Versorgenden als auch bei den Hilfebedürftigen die Wahrung der Würde beachtet werden. Versorgende dürfen sich nicht überfordern (lassen), Hilfebedürftige seien in ihrer Autonomie und Individualität zu achten.

Angela Spirres vom St. Augustinus Memory-Zentrum Neuss stellte vor, wie dort Demenzberatung umgesetzt wird.

Nachfolgend wurde diskutiert welche Rolle Beratende in dieser gesellschaftlichen Veränderung einnehmen und wie Beratung zukunftsorientiert ausgestaltet werden muss. Neben umfassenden Wissen zu Versorgungsangeboten und deren Finanzierung ist eine kulturelle Kompetenz erforderlich, um mit den vielfältigen Anforderungen, die eine bunte Gesellschaft an Beratung richtet umgehen zu können. Sie müssen als „case manager“ komplexe Versorgungssituationen bewältigen, mit unterschiedlichen Normen und Werten der Ratsuchenden vertraut sein und mit anderen Berufsgruppen strukturiert zusammenarbeiten. Vernetzung wurde immer wieder als Aufgabe genannt, um Menschen zu erreichen und ihnen eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen. Hier ist, wie es Dr. med. Manfred Kolck, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Warendorf, in seiner Begrüßung formulierte, der Demenzberater als „allrounder“ gefragt.

Die Veranstalter werden die Ergebnisse der Arbeitsphase am Nachmittag auswerten und mit den Teilnehmenden Schritte zur Umsetzung angehen.

Kooperationspartner bei dieser „4. Fachtagung Demenzberatung“ waren das Demenz-Servicezentrum Münsterland in Trägerschaft der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Warendorf e.V., das Projekt „KoNAP - Kompetenznetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung NRW“, die „Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (LaS)“ und die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL).

Die Dokumentationen werden hier bald online gestellt!

Menschen mit Demenz als Kunden

Menschen mit Demenz begegnen uns auch im Alltag als Kundinnen und Kunden in Friseursalons, Einzelhandel, Banken, Behörden, Apotheken, Nahverkehrsunternehmen usw. Doch kaum jemand ist dort auf den Umgang mit Menschen mit Demenz vorbereitet. Das Demenzservicezentrum Münsterland bietet daher regelmäßig Fortbildungen für Dienstleister an. Mit dieser Broschüre erhalten Mitarbeitende in Dienstleistungsgewerbe und Einzelhandel praxisnahe Informationen für ihren speziellen Arbeitsbereich. 

Wir danken an dieser Stelle für die wertvollen Anregungen, die wir in den vielen Fortbildungen von Mitarbeitenden im Dienstleistungssektor erhalten haben. Diese bilden eine wesentliche Grundlage dieser Broschüre.

Veranstaltungskalender

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